Nachhaltige Landnutzung

Ebenso dramatisch wie die Probleme bei der Wasserwirtschaft ist die Situation der landwirtschaftlichen Böden. Das Bevölkerungswachstum bei gleichzeitiger Ausweitung des Anbaus von Energiepflanzen verstärken den Nutzungsdruck auf die landwirtschaftlichen Flächen. Unveränderbare Bodendegradationsprozesse (Bodenverdichtung, Bodenerosio, Bodenversauerung. Bodenversalzung) werden  beschleunigt. 2 Milliarden Hektar Acker- und Weideland sind Weltweit   derart stark degradiert, dass landwirtschaftliche Nutzungen kaum oder gar nicht mehr möglich sind. Das sind ca. 15% der  weltweit zur Verfügung stehenden Nutzflächen. Die Kompensation wird derzeit vorwiegend durch die Steigerung von Dünge- und chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen (mit meist hohem fossilen Energieeinsatz) erreicht. Ebenso durch die Rodung neuer Waldflächen. Zur Eindämmung dieser Bodendegradation existiert derzeit keine weltweite formale Absprache, oder gar Strategie für eine nachhaltige Lösung. Ein weiterer Aspekt, der bei den bisherigen Betrachtungen fast außer Acht gelassen wurdeist, dass die der­zeitige Landnutzung zu einer massiven Freisetzung von Kohlendioxid und weiteren klimaschädlichen Gasen führt.


Boden (insbesondere Humus) ist ein elementarer Kohlenstoff­speicher. Bei unsachgemäßer Bodenbewirtschaftung werden dessen Kohlenstoffvorräte als Kohlendioxid freigesetzt Diese machen einen bedeutenden Teil der anthropogenen Treib­hausgasemission aus (Kuhn et al. 2009). Insgesamt werden (Entwaldung, Entwässerung, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Torfabbau) jährlich ca.2 Milliarden t Kohlendioxid freigesetzt (Joosten & Clarke 2002). Der unsachgemäße Einsatz von organischen Reststoffen (Gülle, Gärrückstände, Erntereste usw.) können u.a. erhebliche Methanemissionen entstehen. Zudem werden bei der Her­stellung und Anwendung von einigen Mineraldüngern große Mengen an klimaschädlichen Lachgases freigesetzt.

Das Produkt-Portfolio der areal watertechnologies beinhaltet den essentiellen Sektor der nachhaltigen Landnutzung mit Hilfe der Terra Preta. Dies ist möglich, weil Joachim Böttcher maßgeblich an der „Wiederentdeckung der Terra Preta do Indio“ mit­gewirkt hat. Terra Preta ist eine anthropogene Bodenform aus dem Amazonasgebiet, die heute als einer der fruchtbarsten Böden der Welt gilt.